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Denkmal Gaswerk

Ein Markenzeichen mit Geschichte

Das altehrwürdige Gaswerk an der Heinersdorfer Straße, das lange Zeit die Versorgung der Bernauer übernimmt, wird im Jahr 1992 zum technischen Denkmal erklärt. Heute sind die Stadtwerke Bernau Eigentümer der „Denkmalanlage Gaswerk". Viel Arbeit wird für den Erhalt und die Nutzung des Geländes in der Bernauer Innenstadt investiert.

Der Gaskessel, das Verwaltungsgebäude, verschiedene Werkstätten sowie das Ofenhaus bilden das geschichtsträchtige Ensemble.
 

Der Gaskessel - Bernaus „Blaues Wunder"

Der Kern der Denkmalanlage - der Gaskessel - ist mit seiner Lage an der Bundesstraße 2 so etwas wie ein Tor in die Stadt und ein Wahrzeichen von Bernau. Nachdem er 30 Jahre vor sich hin rostete und einen unschönen Eindruck machte, wurden 1993 Fördermittel zur Sanierung beantragt. Gemeinsam mit der Denkmalbehörde und dem Bernauer Fremdenverkehrsverein sanierten die Stadtwerke Bernau den Gaskessel und verliehen ihm seinen markanten blauen Farbanstrich.

Geschichte des „Blauen Wunders"

Zwischen 1931 und 1932 errichtete die Firma Bamag Meguin AG als technische Neuheit und Werbeobjekt einen sogenannten Scheibengasbehälter. Der 21 Meter hohe Behälter hat einen Durchmesser von 12,6 Metern und fasst 2.000 Kubikmeter.

Seine Neuheit bestand in der trockenen Abdichtung mittels einer Scheibe. In dem Behälter schwebte die Scheibe auf dem Gas, die sich je nach Gasfüllstand auf und ab bewegte. Die Scheibe bestimmte den Gasdruck und konnte für die täglichen Kontrollarbeiten begangen werden. Die Abdichtung des Kolbens gegen die Behälterwand erfolgte mittels ölgefüllter Ledermanschetten, die über Jahre ohne Probleme funktionierten. Dennoch setzte sich diese Technologie nicht durch.

Im Jahr 1932 erhalten die Städtischen Werke die Verfügungs- und Nutzungsrechte an dem Gasbehälter. Später stellt die Bamag die Stadt vor die vertraglich vereinbarte Alternative: Kauf der Anlage durch die Stadt oder Abriss durch die Bamag. Aber die Stadtkasse ist leer und die Bamag scheut die hohen Abrisskosten. Dieser Status Quo bleibt bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bestehen.

Die Gasanstalt übersteht den Krieg ohne größere Schäden. Anfang 1952 gehen die Gaswerke an die VEB Gasversorgung Eberswalde über. Der Gasbehälter ist noch bis 1966 in Betrieb, doch Undichtigkeiten im Fundament erzwingen seine endgültige Stilllegung.

Nachdem der Behälter mehr als 30 Jahre vor sich hin rostet, ist er zu einem Schandfleck der Stadt geworden. 1993 werden Fördermittel zu seiner Sanierung beantragt. 1994 geht der Gasbehälter in das Eigentum der Stadtwerke Bernau über. Im Rahmen der Sanierung werden Teile der Stahlkonstruktion sowie das obere und untere Maschinenhaus erneuert. Das Dach erhält eine neue Deckung, der Behälter wird sandgestrahlt, grundiert und mit einem blauen Farbanstrich versehen – seitdem wird der Gaskessel vom Volksmund „Blaues Wunder“ genannt und avanciert zu einem Wahrzeichen der Stadt.

Heute steht das Blaue Wunder unter Denkmalschutz. Er ist nicht nur einer der besterhaltenen Gasometer Ostdeutschlands, sondern auch ein Orientierungspunkt in der Stadt.


Das Ofenhaus - die ganz besondere Location

Das Ofenhaus ist wie gemacht für heiße Abende. Im Frühjahr 2010 starteten die Stadtwerke Bernau mit den Umbauarbeiten der alten Maschinenhalle. Ziel war es, den Charakter des Industriedenkmals zu erhalten - eine Herausforderung, die gelang. Äußerlich wie eh und je, verbirgt sich im Inneren moderne Technik und Ausstattung. Wo bislang riesige Öfen standen, gibt es im rund 200 Quadratmeter großen Raum nun Platz für 200 Gäste.

Geschichte des Ofenhauses

Bereits 1867 erhielt ein Berliner Fabrikbesitzer die Genehmigung, Gas zur Versorgung der Bernauer zu erzeugen. Nur ein Jahr später ging die erste Gasanstalt in Betrieb. 64.400 Thaler hatte der Betreiber dafür investiert.

Errichtet wird das Ofenhaus im Jahr 1898. So steht es auf dem Gebrauchsabnahmeschein der damaligen Bau-Polizei. Zunächst wird hier Braunkohle vergast. In den 1950er Jahren wird in vier großen Öfen unter Luftabschluss Steinkohle erhitzt und Gas gewonnen. Das Gas wird anschließend gekühlt, gereinigt und in zwei Gaskesseln zum Ausgleich der Lastschwankungen zwischengespeichert. Über Gasleitungen wird es im Stadtgebiet verteilt. Mit zunehmender Zentralisierung der Gaserzeugung wird ab 1959 das Gas über Zepernick aus Berlin herangeführt. Das Ofenhaus wird freigeräumt und dient lediglich noch als Lager und Werkstatt. Heute ist das Ofenhaus eine Eventlocation.


Ob Hochzeit, Geburtstag oder auch Firmenjubiläum – das denkmalgeschützte Gebäude in seinem historischen Ambiente lässt sich für zahlreiche Anlässe nutzen und bietet das gewisse Etwas. Mieten kann man das historische Ofenhaus bei der SMS BigFeeling Event- & Veranstaltungsagentur. Das Team bespricht alle Details mit Ihnen.

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